Die sieben Tage des Simon Labrosse

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Eine schräge Farce von Carole Frechette

Wirtschaftskrise, Rezession, Arbeitslosigkeit – regelmäßig und unvermeidlich wiederkehrende Phänomene der modernen Industriegesellschaft. Auch Simon Labrosse hat es erwischt: Jedoch hat er nur seinen Job verloren, nicht die Hoffnung. Getreu der verbreiteten Ansicht „Wer arbeiten will, bekommt auch Arbeit“ nutzt er seine unermessliche Kreativität zur Suche nach Marktnischen für neue Dienstleistungen.
Mit seinen aufs erste skurill anmutenden Ideen trifft er durchaus den Nerv der Zeit. So sind die potenziellen Kunden zunächst keineswegs abgeneigt, seine Dienste in Anspruch zu nehmen: etwa als Gefühlsstuntman, der unangenehme Gespräche auf sich nimmt, als Egoschmeichler, der die eigene Bedeutungslosigkeit in der Massengesellschaft etwas aufwertet oder als Satzbeender, der komplexe Gedanken zu Ende bringt, wenn einem selbst die sprachlichen Mittel dazu fehlen.
Allerdings gelingt es Simon nicht, seine zukunftsträchtigen Ideen in bare Münze umzuwandeln, so dass er am Ende – überschuldet, obdachlos und unglücklich verliebt in ein Mädchen, das nach Afrika gegangen ist, um den Bedürftigen zu helfen – nichts anderes mehr hat als sein Leben. Und genau das bringt ihn auf die ultimative Idee, die er gemeinsam mit seinen Freunden Leo und Nathalie in die Tat umsetzt.

Eine schräge Farce, die unter ihrer unterhaltsamen, bisweilen urkomischen Oberfläche viele Fragen zum Zustand unserer Gesellschaft aufwirft.

 

Regie Gerald Igl

Simon Stefan Flierl
Leo Patrick Weise
Nathalie Pia Schwandner

Regieassistenz Marlene Thimet
Licht/Technik Gerald Igl
Musik Marlene Thimet, Wolfgang Engel
Maske Jutta Gebhardt

Fotos Walter Bauer, Gerald Igl

Deutsch von Heinz Schwarzinger

 

Historische Druckerei Seidel
Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg
Mittwoch 20.07.2011
Beginn 20.00 Uhr

 

Schmidt-Haus, Nabburg, Oberer Markt 4
Freitag 06.05.2011
Freitag 13.05.2011
Samstag 14.05.2011
Freitag 10.06.2011, Zusatzvorstellung
Beginn 20.30 Uhr, Einlass 20.00 Uhr